Alles neu macht der….September :-)

Tja, da ist seit meinem letzten Eintrag doch mal wieder über ein halbes Jahr ins Land gegangen, ohne dass ich das richtig mitbekommen habe.

Generell finde ich ja, dass das Jahr viel zu schnell umgeht. Da beginnen die Semesterferien, man schläft zweimal und sie sind fast schon wieder um. Merkwürdige Sache, die Zeit.

Seit April arbeite ich in der Teilbibliothek, wo ich unbedingt arbeiten wollte und mittlerweile frage ich mich, wieso eigentlich? 😀 Nein, nur ein kleiner Spaß. Das Arbeiten hier unten ist wirklich angenehm, man hat nicht diesen hektischen Stress, der in der Hauptbibliothek manchmal herrscht und vom Gefühl her sind die Benutzer auch alle viel netter.
Wobei ich schon gestehen muss, dass ich (besonders in den Semesterferien) mich ab und zu wieder in die Hauptbibliothek wünsche. Letzten Freitag hatten wir hier unten nur 3 Rückgaben, bis ich um 16:00 Feierabend gemacht habe. Dass ist dann doch etwas zuwenig des Guten 😀
Dazu kommt, dass ich in unserer eigentlich 2 Frau starken Teilbibliothek momentan alleine sitze, da die Kollegin Urlaub hat (es sei ihr auch gegönnt, ich war davor schließlich 3 Wochen im Urlaub).

Nunja, vielleicht schreib ich jetzt wieder öfters was, wenn ich Zeit habe und mir ein Thema einfällt 🙂

Long, long time no see

Tja, da wollte ich nochmal in meinen Blog schauen und mir ist aufgefallen, dass mein letzter Eintrag mittlerweile schon ein einhalb Jahre her ist. Seit dem ist viel passiert, ich habe meine Abschlussprüfung erfolgreich abgeschlossen, bin von einem Arbeitsplatz zum nächsten gesprungen (immer in der gleichen Universitätsbibliothek). Mal an der Ausleihe, dann in einer Teilbibliothek als Mädchen für alles. Mittlerweile arbeite ich als Pausenvertretung in meiner liebsten Teilbibliothek und nachmittags bis um 19:30 an der Ausleihe der Hauptbibliothek. Klar, die Zeiten sind gewöhnungsbedürftig, aber bald ist Besserung in Sicht: Ab März (hoffentlich) werde ich ganztags im Tagdienst (7:30 – 16:00 Uhr) in der Teilbibliothek, wo ich momentan nur die Pausenvertretung mache. Hachja, ein Traum wird wahr 🙂 Kein geteilter Arbeitsplatz mehr, vernünftige Arbeitszeiten, etwas Abstand vom Trubel in der Hauptbibliothek und nach der Arbeit endlich wieder ein Sozialleben 😀

Wir „versinken“ hier momentan ein bisschen im Schnee, aber wer auf die Idee kommt, eine Universität ganz oben auf einem Berg zu bauen, hat wahrscheinlich auch damit gerechnet, dass man im Winter beide Beine in die Hand nehmen und hoch- bzw. runterlaufen muss. In dem Sinne: Fröhliches Rutschen alle miteinander 🙂

Glasfronten…

… an sich schön anzusehen, bringen suuuper viel Licht in die Bibliothek und bescheren den Benutzern als kleine Ablenkung (wenn sie Glück haben) eine schöne Aussicht.

Hat aber denn NIEMAND daran gedacht, was mit den Räumen passiert, die hinter der Glasfront fast den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt sind? Wir sitzen hier und braten fröhlich vor uns hin. Bald gibt es Bibliothekar, gebraten. Wer wünscht auf Toast, sonst so in die Hand 🙂

Montagsmorgens…

Manchmal sind Benutzer wirklich zum totlachen. Da kommt heute jemand aus der Zeitschriftenstelle an die Information und legt mir einen handgeschriebenen Zettel hin, den sie in der Zeitungsauslage der FAZ gefunden hat. An sich ja noch nicht lustig, bis ich gesehen habe, was auf diesem Zettel steht:

„Welches A*schloch zerfleddert eigentlich einmal in der Woche die Ausgaben der FAZ??“

😀 achja, immer wieder schön hier.

Ich liebe diese Tage…

Wieder einer dieser Tage, an denen ich mir denke „Wärst du doch mal besser im Bett geblieben“. Ich kann gar nicht so genau sagen wieso, aber irgendwie ist heut alles doof.
Vielleicht weil die versprochene Sonne mal wieder verstecken mit uns spielt oder zu schüchtern ist, um sich zu zeigen. Oder weil mir ein Wagen mit Büchern vorgesetzt wird, mit denen ich mich den Rest des Tages beschäftigen soll, ich aber genau weiß, dass ich nach einer Stunde schon fertig bin.

An solchen Tagen lobe ich mir doch die Gleitzeit und Überstunden, denn ich kann jetzt einfachen sagen „Tschüß, ich gehe jetzt“ 🙂

Dienstleistungssektor

Momentan bin ich an der Ortsleihe eingesetzt: Ausleihen, Rückbuchen, Fernleihen heraussuchen, Gebühren kassieren und alles in allem emotionale Müllhalde für jeden sein, der sich über irgendetwas aufregt.
Da bleibt es nicht beim Meckern über „die furchtbaren Zustände in der Bib“ (gemeint war, das kein Schließfach mehr frei war). Nein, es werden mir auch private Sorgen wie das Bestehen einer Prüfung und sogar der Stress mit der Freundin erzählt. Warum auch nicht, die Studenten kenne ich natürlich alle mit Namen, wir sind schließlich schon seit dem Kindergarten befreundet. Das ist im Dienstleistungsbereich schließlich immer so (Vorsicht, Sarkasmus).
Manchmal wünschte ich mir wirklich ein „Nicht meine Baustelle“-Schild, das ich jedes Mal hochhalten kann, wenn mir wieder Sachen erzählt werden, die ich eigentlich gar nicht wissen möchte.

Auf der anderen Seite finde ich es immer wieder schön, wenn ein Benutzer freudestrahlend von mir weggeht, weil ich ihm den HIntern gerettet habe und er seine Hausarbeit doch noch rechtzeitig fertigstellen kann. Dann zeigt sich wieder, wieso mir mein Job so viel Spaß macht 🙂

Ein Tag vor…

…dem morgigen „Tag der offenen Uni“. Zwar nicht deutschlandweit, aber zumindest bei uns.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, überall muss noch etwas um-, hin-, weggeräumt oder geputzt werden. Und ich muss mal wieder feststellen, dass hier viel nach dem Motto „Warum einfach, wenns auch kompliziert geht“ läuft.
Anstatt eine Autorenlesung an einem Ort zu veranstalten, wo es viel Platz und wenig umzuräumen gibt, wird einfach mal ein komplettes Zeitschriftenregal ausgeräumt, umgestellt und wieder eingeräumt. Weil da, wo das Regal vorher stand, das Licht besser ist. Ich gebe zu, Licht ist bei einer Autorenlesung schon wichtig, aber man hätte ja einfach eine kleine Leselampe auf seinen Tisch stellen können, dann hätte man sich 2 Stunden räumen sparen können. Naja, wenigstens stimmen sie mit mir überein, dass das Regal, wo es jetzt steht, wesentlich besser aussieht und es für die Nutzer mehr Platz zum Arbeiten gibt. Vielleicht bleibt uns dann nächste Woche das erneute Umräumen erspart.

Unsere Bibliothek wird morgen während der Autorenlesung eine Cocktailbar (natürlich ohen Alkohol) veranstalten. Klebrige Säfte in einer Bibliothek? Ich bin ja mal gespannt, wer das nachher alles wieder sauber macht 😀 Habe schon überlegt, ob ich morgen nicht einfach in Baströckchen und Hawaii-Kette komme, einfach um ein wenig Sommer in die Bibliothek zu bringen. Fanden meine Kolleginnen lustig, aber niemand wollte sich anschließen.
Da lass ich das lieber auch und komme in der bibliothekstypischen Arbeitskleidung: Rock, Bluse, Haare hochgesteckt und Hornbrille (die muss ich mir noch irgendwo leihen, mal schauen wer aus meinem Bekanntenkreis so etwas hat). Einfach um ein wenig dem Klischee treu zu bleiben 🙂

In diesem Sinne: Hoch die (Cocktail-)Gläser, auf das wir morgen viel Zulauf bekommen.