„Renegade“ von J.A. Souders

Dank der langen Zugfahrt gestern zur Berufsschule hatte ich mal wieder massig Zeit zum lesen und konnte endlich „Renegade – Tiefenrausch“ von J.A. Souders beenden.Renegade : Tiefenrausch / J.A. Souders

In diesem Buch geht es um Evelyn, die in der Unterwasserstadt Elysium lebt. Sie wurde von der Herrscherin der Stadt – Mutter – adoptiert und soll über Elysium herrschen, wenn Mutter einmal stirbt. In Elysium ist auf den ersten Blick alles perfekt. Auf den zweiten Blick jedoch erkennt man, wie streng alles beherrscht wird. Jeder Mensch bekommt schon im Alter von 3 seine Berufung, der er im Normalfall auch bis zu seinem Tod nachgehen muss. Die Geburten werden kontrolliert, nur Menschen mit perfekten Genen dürfen sich miteinander verpaaren. Berührungen untereinander sind verboten und werden mit dem Tod durch die Vollstreckerinnen geahndet.
Evelyn findet ihre Welt perfekt, sie bekommt was sie sich wünscht, hat einen wunderschönen Garten um den sie sich kümmert und macht sich keinerlei Gedanken über ihre Therapiesitzungen, die von Mutter vorgeschrieben werden. Im Gegenteil, sie sagt immer „Es ist so schön, jemanden zum reden zu haben“. Das viele ihrer Antworten wie einstudiert wirken und sie immer wieder über Gedächtnislücken klagt, hat mich am Anfang des Buches schon sehr irritiert. Aber weiter im Text.
Als Gavin, ein Oberflächenbewohner in Elysium eindringt, sind alle in heller Aufregung, werden die Oberflächenbewohner ja als brutal und eiskalt beschrieben (Attribute, die meiner Meinung nach eher auf Mutter passen, aber egal).
Evelyn möchte sich um diesen Fremden kümmern und überedet Mutter, dass sie ihn verhören darf. So lernt sie immer mehr über die Welt oberhalb des Meeresspiegel, aber auch über sich selbst. Sie merkt, dass sie eigentlich nur benutzt wird und beginnt zu rebellieren.

Mehr möchte ich jetzt nicht verraten, da das Ende wirklich gut ist und ich nicht vorgreifen will.

Mir persönlich hat das Buch richtig gut gefallen, die Charakterentwicklung bei Evelyn ist sehr stark und spannend zu verfolgen. Von dem Grundgerüst der Geschichte ist „Renegade“ eine (fast) typische Dystopie, mit dem Unterschied, dass sie unter Wasser spielt. Ansonsten ist es sehr ähnlich: Eine Gesellschaft wird durch eine(n) Herrscher(in) unterdrückt; die Technologie ist sehr weit vorgeschritten; alle denken, sie leben in einer perfekten Welt, bis einem oderen mehreren klar wird, das dem nicht so ist.
Auch wenn sich das jetzt negativ anhört, ist dem nicht so. Wie gesagt, ich fand das Buch richtig gut, allein durch die andere Umwelt unterscheidet sich „Renegade“ sehr stark von andere Dystopien, die mittlerweile auf dem Markt sind.
Was mich ein bisschen gestört hat ist die sich schnell entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Evelyn und Gavin. Ich meine, die beiden kennen sich erst 2 Tage und schon ist Evelyn bereit, sich mit ihm zu verpaaren und somit den Rest ihres Lebens mit ihm zu verbringen.

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